Energie sparen

Brennwerttechnik: 13 Prozent Einsparpotenzial bei Erdgas

Brennwertgeräte können die im Abgas des Heizungsrücklaufes enthaltene Wärme nutzen, so dass bei der Verwendung von Erdgas bis zu 13 Prozent, bei Heizöl bis zu acht Prozent der Energie gespart werden können. Für eine optimale Eisparung müssen die Geräte jedoch richtig in das Heizungssystem eingebunden werden.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Kaiserslautern (red) - Rund 40 Prozent aller neuen Heizkessel in Deutschland arbeiten mit Brennwerttechnik, im Jahr 2003 wurden hierzulande rund 300.000 dieser Geräte verkauft. Brennwertgeräte sind sparsam im Energieverbrauch, da sie die im Abgas enthaltene Wärme nutzen können. Dies berichtet die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. Bei der Verwendung von Erdgas können so bis zu 13 Prozent Energie eingespart werden, bei Heizöl seien es maximal acht Prozent, da der Wasserstoffgehalt von Erdgas höher ist.

Ob ein Brennwertgerät das Einsparpotenzial tatsächlich erschließen kann, hängt von der richtigen Einbindung in das Heizungssystem ab, so die ASUE weiter. Wichtig dabei sei die Temperatur des Heizungsrücklaufs, diese müsse niedriger sein als die Taupunkt-Temperatur des Abgases. Erst wenn das Abgas durch den Heizungsrücklauf unter seine Taupunkttemperatur abgekühlt wird, entsteht Kondenswasser und der Brennwerteffekt setzt ein.

Bei Heizöl müssen die Abgase stärker abgekühlt werden als bei Erdgas. Brennwertgeräte können mit Erdgas auch bei vergleichsweise hohen Temperaturen des Heizungsrücklaufs und niedrigen Außentemperaturen noch den Brennwerteffekt nutzen. Je mehr Kondenswasser entsteht, umso effizienter arbeitet das Brennwertgerät, erklärt die ASUE. Das Kondenswasser hat einen leichten Säuregehalt und muss grundsätzlich neutralisiert werden. Für die Bildung der Säure ist der Schwefelanteil im Energieträger verantwortlich. Standard-Heizöl EL enthalte pro Kilogramm bis zu zwei Gramm Schwefel. Erdgas-Brennwertgeräte unter 200 Kilowatt Heizleistung sind von der Pflicht zur Neutralisation in der Regel ausgenommen, weil Erdgas nur geringe Mengen an Schwefel enthält. Das gleiche gilt bei der Verwendung von schwefelarmem Heizöl, erläutert die Arbeitsgemeinschaft abschließend.