Brennstoffzellentechnik in der Schweiz gestartet

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com
Das Energieunternehmen Elektra Birseck (EBM) hat gestern die erste PEM-Brennstoffzelle der Schweiz als Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen. Nach Berlin ist es die zweite Testanlage in Europa und erst die dritte weltweit. Die PEM-Zelle der EBM ist ein Produkt der französisch-kanadischen Kooperation von Kraftwerk-Multi Alstom und dem Zellenpionier Ballard Power Systems, der mit DaimlerChrysler und General Motors neue Automobilantriebe entwickelt.


Aufgestellt ist die Container-große, 250 Kilowatt starke Brennstoffzelle auf dem Werkareal der EBM. Die Zelle erfüllt im Pilotbetrieb ihren Dienst als Heizung und Kraftwerk. Im Prinzip können Brennstoffzellen als Luft- und Wasserstoff betriebene Batterien beschrieben werden. Komponenten der Anlage extrahieren aus Leitungserdgas Betriebswasserstoff, der die eigentlichen Zellenstapel speist und als "Wasserabgase" entweicht. Es entstehen halb soviel Kohlendioxidemissionen wie bei vergleichbar großen Explosionsmotoren. Das Ganze ist allerdings hochtechnologisch: Zellentypen werden nach Niedrig-, Mittel- und Hochtemperaturbetrieb unterschieden. Die EBM Proton Exchange Membrane Fuel Cell (PEMFC, deutsch: Polymermembran-Brennstoffzelle) zählt zu den Niedrigtemperaturaggregaten.


"Wir gehen voran, weil wir den Nutzern der Brennstoffzellentechnologie die besten Voraussetzungen für Erfolg auf dem liberalisierten Strommarkt verschaffen wollen", unterstrich Robert Mahler, Senior Executive President von Alstom. Gleichzeitig kündigte er an, mit den Kanadiern in Dresden ein gemeinsames Tochterunternehmen zu gründen (Alstom Ballard GmbH).