Nordrhein-Westfalen

Braunkohletagebau Garweiler II wird verkleinert

Der Braunkohletagebau Garweiler II in Nordrhein-Westfalen wird verkleinert. Nach einem Beschluss der Landesregierung sollen etwa 400 Millionen Tonnen Kohle in der Erde bleiben. Dadurch müssen gut 1.400 Menschen der Region nicht ihr Haus und Heim verlassen.

Kohleförderung© coolibri / Fotolia.com

Düsseldorf (dpa/red) - Die rot-grüne Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hat die Weichen für einen verkleinerten Braunkohletagebau Garzweiler II gestellt. Danach wird auf die Umsiedlung von gut 1.400 Menschen in der Ortschaft Holzweiler, der Siedlung Dackweiler und dem Hauerhof verzichtet. Das Kabinett beschloss dafür am Dienstag den Entwurf einer neuen Leitentscheidung für das rheinische Braunkohlenrevier, teilte die Staatskanzlei in Düsseldorf mit. Geschätzte 400 Millionen von 1,2 Milliarden Tonnen Braunkohle sollen nicht ausgebaggert werden.

Kein Zeitpunkt für das Ende der Braunkohleförderung

Bereits im März 2014 hatte die Koalition angekündigt, der vom Energiekonzern RWE betriebene Tagebau solle verkleinert werden, so dass weniger Menschen als bis dahin geplant umsiedeln müssten. RWE wirft der Landesregierung vor, den nutzbaren Kohlevorrat unnötig zu verringern. Zugleich begrüßte der Konzern aber, dass es nun Planungssicherheit gebe.

Die Landesregierung stellte zugleich fest, dass die Braunkohle auch über das Jahr 2030 hinaus für die Energieversorgung notwendig bleibe. Es wird kein Zeitpunkt genannt, zu dem die Braunkohleförderung enden soll.

Quelle: DPA