BUND verlangt Stopp

Braunkohlekraftwerk: Höhn sieht Chance für RWE-Investition

NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn ist überzeugt davon, dass im Streit um ein in Grevenbroich geplantes Braunkohlekraftwerk eine Lösung gefunden werden kann, die alle zufriedenstellt. Gegen den Bau des neuen RWE-Kraftwerks hatte sich der BUND ausgesprochen, weil auf dem Baugelände artengeschützte Hamsterkolonien wohnen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf/Grevenbroich (ddp-nrw/sm) - Im Streit um das geplante Braunkohlekraftwerk des Energiekonzerns RWE bei Grevenbroich setzt Nordrhein-Westfalens Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne) auf den Dialog zwischen Umwelt- und Wirtschaftsvertretern.

Der Umweltverband BUND hatte ein Stopp der Kraftwerksplanungen verlangt, weil auf dem künftigen Baugelände artengeschützte Hamsterkolonien vermutet würden. In der Wochenzeitung "Welt am Sonntag" kündigt Höhn jetzt an, die Lage in Grevenbroich durch ihr Ministerium prüfen zu lassen.

Die Ministerin erinnert an ähnliche Konfliktfälle und zeigt sich sicher: "Wir werden auch bei Grevenbroich gemeinsam eine Lösung finden, die alle zufrieden stellt." Das "professionelle Arbeitsklima" zwischen dem Umweltministerium und der Essener RWE-Zentrale werde die Lösung erleichtern. Nach Angaben des Blatts würde der Bau des Kraftwerks Investitionen in Höhe von rund zwei Milliarden Euro bedeuten.