Tarifverhandlungen

Braunkohlebergbau: Arbeitgeber kündigen neues Angebot an

Am Sonntag findet ein neues Gespräch zwischen den Arbeitgebern und der Gewerkschaft zum Tarifkonflikt in der ostdeutschen Braunkohle statt. Die Arbeitgeber wollen dann ein neues Angebot vorlegen.

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Der Wirtschaftsverband Kohle (WVK) hat bei einem Spitzengespräch mit der IG BCE in Frankfurt/Main erklärt, er wolle im Tarifkonflikt in der ostdeutschen Braunkohle an den Verhandlungstisch zurückkehren und ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen. Die Verhandlungen sollen am Sonntag (28. Oktober) in Berlin stattfinden.

An dem Gespräch am Rande des IG-BCE-Gewerkschaftskongresses in Frankfurt/Main nahmen Werner Bischoff, für Tarifpolitik zuständiges Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstandes der IG BCE teil, der IG-BCE-Verhandlungsführer Jobst Weißenborn und Hans-Jürgen Schmidt, Leiter des IG-BCE-Landesbezirks Nordost. Auf Arbeitgeberseite nahmen WVK-Verhandlungsführer Prof. Kurt Häge und WVK-Geschäftsführer Werner Fahle teil. Bei dem Spitzengespräch wurden nochmals ausführlich die unterschiedlichen Standpunkte und die Lage des ostdeutschen Braunkohlenbergbaus diskutiert. Da die Arbeitgeber erklärten, dass sie ihre bisherige Verhandlungsposition nicht mehr aufrecht erhalten und ein verbessertes Angebot vorlegen werden, wird die IG BCE die Verhandlungen mit dem WKV wieder aufnehmen. Vor diesem Hintergrund forderte sie ihre Mitglieder auf, die Protestaktionen zunächst einzustellen und die Verhandlungen am Sonntag abzuwarten.