Gemeinsam stärker

Braunkohle-Gegner verstärken ihre Zusammenarbeit

Die Braunkohle-Gegner in Deutschland wollen in Zukunft stärker zusammenarbeiten. Umweltverbände und regionale Bürgerinitiativen schlossen sich daher zu einem Aktionsbündnis "Zukunft statt Braunkohle" zusammen, wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in NRW in Düsseldorf mitteilte.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Gründungsmitglieder seien neben dem BUND-Landesverband Greenpeace, der Naturschutzbund Deutschland (NABU), die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien (EUROSOLAR) sowie mehrere Bürgerinitiativen.

Die erste Aktion des Bündnisses sei eine Tagung am 23. September in Pulheim, teilte der BUND weiter mit. Ziel des Aktionsbündnisses sei, den verschiedenen Verbänden und Initiativen in Ost und West eine neue Plattform zur Vernetzung der zahlreichen Aktivitäten gegen die Gewinnung und Nutzung von Braunkohle zu bieten.

In Nordrhein-Westfalen richtet sich der Proteste der Braunkohle-Gegner insbesondere gegen das Abbaugebiet Garzweiler II. Nach über 20-jähriger Vorbereitungszeit hatte der Energiekonzern RWE Power dort Mitte Juni mit dem Förderbetrieb begonnen. Umweltschutzverbände und Bürgerinitiativen kritisieren die Umsiedlung von mehreren tausend Anwohnern für das Abbaugebiet. Die Nutzung der Braunkohle sei zudem klima- und umweltschädlich.