Ziele bereits erreicht

Brandenburger Politiker wollen Energiestrategie 2010 fortschreiben

Die brandenburgische SPD dringt auf die Fortschreibung der Energiestrategie 2010. Die Landtagsabgeordnete Martina Gregor sagte am Freitag in Potsdam, einige Ziele des 2002 von der Landesregierung beschlossenen Konzepts seien bereits erreicht worden. Deshalb müssten neue Vorhaben festgeschrieben werden.

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Potsdam (ddp-lbg/sm) - Als Beispiel für überholte Ziele nannte Gregor die Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes. 2002 war festgelegt worden, den Ausstoß von damals 60 Millionen Tonnen auf 53 Millionen Tonnen im Jahr 2010 zu senken. Das Ziel wird nach den Worten der SPD-Politikerin früher erreicht. Gregor und der SPD-Europaabgeordnete Norbert Glante veranstalteten am Freitag im Landtag eine Tagung zum Thema "Ist der Energiestandort Brandenburg krisenfest?" Glante betonte, Brandenburg sei in Sachen Energie "unheimlich gut". Das sei allerdings noch zu wenig bekannt. Das Land sei nicht nur Vorbild bei der Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes. Es sei auch beispielgebend bei der Nutzung regenerativer Energien wie Windkraft und Biomasse.

Glante verwies auch auf aktuelle Kooperationen von Energieunternehmen mit Forschungseinrichtungen. So wolle die Vattenfall Europe Mining AG in Schwarze Pumpe für 50 Millionen Euro ein Kraftwerk bauen, in dem Kohlendioxid abgespalten und unterirdisch gelagert werden soll. Das Kraftwerk solle für Test- und Forschungszwecke gebaut werden. Gregor sagte, neben der weiterhin erforderlichen Braunkohleverstromung müssten die alternativen Energieformen noch stärker genutzt werden. So sollten mehr Landwirte die Chancen regenerativer Energien erkennen und sich als "Energiewirte" auch zusätzliche Einnahmequellen erschließen.

Die SPD-Politikerin fügte hinzu, mit der Fortschreibung der Energiestrategie müsse möglichst bald begonnen werden. Verantwortlich seien das Wirtschafts- und das Umweltministerium. Das Konzept müsse noch in der laufenden Legislatur überarbeitet werden.