Energiestrategie

Brandenburg wird Klimaziele erst zehn Jahre später erreichen

Brandenburg wird die angestrebte Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes erst zehn Jahre später als bisher vorgesehen erreichen. Das Ziel von rund 54 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen im Jahr werde erst 2020 erreicht, sagte Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU).

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Potsdam (ddp-lbg/sm) - Das gehe aus den Eckpunkten der "Energiestrategie 2020" hervor, die das Potsdamer Kabinett gebilligt habe. Grund für den Aufschub sei das höhere Wirtschaftswachstum und dadurch gestiegene Emissionen.

Die Energiestrategie sieht laut Junghanns vor, den Kohlendioxid-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 zu senken. Bis 2030 wolle man eine Senkung um 75 Prozent auf 22,7 Millionen Tonnen im Jahr erreichen. Zudem werde ein stabiler Energiemix angestrebt. Erneuerbare Energien sollten bis zu diesem Zeitpunkt 20 Prozent der Versorgung ausmachen. Dafür werden die Netze für Strom- und Gaserzeugung ausgebaut.

Das Land halte jedoch weiter an klimaverträglichen Braunkohlkraftwerken als sicheren Energielieferanten fest. Auch werde in die Weiterentwicklung von klimafreundlichen sowie effizienzsteigernden Technologien investiert.

Das Kabinett hatte bereits im Jahr 2002 eine "Energiestrategie 2010" beschlossen. Darin war festgelegt worden, den Kohlendioxid-Ausstoß in Brandenburg auf rund 54 Millionen Tonnen zu senken.