Vorreiter

Brandenburg verabschiedet Biomasseaktionsplan

Brandenburg will verstärkt auf die Energiegewinnung durch Biomasse setzen. "Mit dem regionalen Biomasseaktionsplan legen wir konkrete Ziele fest, um die Nutzung von Bioenergie weiter auszubauen", sagte Umweltminister Dietmar Woidke (SPD) heute in Potsdam.

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Potsdam (ddp-lbg/sm) - Brandenburg sei das erste Bundesland, das einen entsprechenden Plan entworfen habe, führte Woidke nicht ohne Stolz aus.

Bereits ein Viertel aller Biokraftstoffe Deutschlands werde in Brandenburg gewonnen. Doch sei das Potenzial an verfügbarer Biomasse erst zu 19 Prozent ausgeschöpft. "Bis zum Jahr 2030 wollen wir uns in diesem Bereich um 30 Prozent steigern", erklärte Woidke. Dafür gebe es den Arbeitskreis "Energetische Nutzung von Biomasse", der Synergieeffekte schaffen wolle. Zudem müsse technologisch weiter geforscht werden, um die Wettbewerbsfähigkeit dieser Form der Energiegewinnung gegenüber den herkömmlichen Varianten zu verbessern.

Der regionale Biomasseaktionsplan nennt die Vorteile der energetischen Nutzung von Biomasse, wie Importunabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und Klimaschutz. Er gibt die verschiedenen Energiepflanzen an und erklärt bestehende Projekte. Zudem beschreibt er die Ziele für das Jahr 2010. "Bis dahin wollen wir den Bestand an Biogasanlagen in Brandenburg vervierfachen", sagte der Umweltminister.

Bereits 2005 seien 1000 Arbeitsplätze durch die energetische Nutzung von Biomasse entstanden. Das werde sich weiterentwickeln, unterstrich der Minister. Woidke betonte, dass die künftige Besteuerung von Biokraftstoffen die Entwicklungszahlen für die Nutzung von Biomasse in Brandenburg nicht gefährde. Die Diskussion wäre allerdings schädigend gewesen.

Bei Biodiesel werden ab August bis Ende 2007 je Liter neun Cent Steuern fällig. Pflanzenöl bleibt bis Ende 2007 steuerfrei.