Hohe Preise

Brandenburg untersucht Fernwärme-Preise

Die Landeskartellbehörde Brandenburg hat eine breit angelegte Untersuchung des Fernwärmesektors eingeleitet. Auf Grundlage des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen wurden landesweit 55 Anbieter von Fernwärme angeschrieben und um Auskunft ersucht, wie das Wirtschaftsministerium am Freitag mitteilte.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Potsdam (ddp-lbg/red) - Dabei gehe es unter anderem um die Preisgestaltung im vergangenen Jahr. "Anlass für die Untersuchung war, dass Fernwärmeunternehmen innerhalb ihres Leitungsnetzes über eine Monopolstellung verfügen, die mitunter noch durch einen Anschluss- und Benutzungszwang zusätzlich rechtlich abgesichert ist", sagte der Leiter der Landeskartellbehörde, Hans-Anton Zebralla.

Keine Wechselmöglichkeit bei Fernwärme

Die Bezieher von Fernwärme hätten häufig aus rechtlichen Gründen keine Möglichkeit, auf andere Anbieter auszuweichen. Darüber hinaus sei der Wechsel auf ein anderes Heizungssystem mit erheblichen Kosten verbunden.

Mehr Transparent im Fernwärmesektor angestrebt

"Diese Situation eröffnet dem Fernwärmeanbieter einen erheblichen Spielraum zur Festlegung seiner Preise, der bei bestehendem Wettbewerb nicht gegeben wäre", sagte Zebralla. Von der Untersuchung verspreche sich seine Behörde mehr Transparenz, was Preisgestaltung und die Marktstrukturen im Fernwärmesektor in Brandenburg angeht.