Energiestrategie 2020

Brandenburg setzt langfristig auf Braunkohle und Windkraft

Die brandenburgische Landesregierung setzt langfristig auf die Abbaggerung der Lausitzer Braunkohle und auf einen massiven Ausbau der Windkraft. Das berichten "Der Tagesspiegel" und die "Potsdamer Neuesten Nachrichten" und berufen sich auf einen internen Entwurf der neuen "Energiestrategie 2020".

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Potsdam/Berlin (ddp-lbg/sm) - Nach der 55-Seiten-Kabinettsvorlage, die das Wirtschaftsministerium nach mehrfachen Verzögerungen fertiggestellt hat und die derzeit in der Regierung abgestimmt wird, will sich Brandenburg nicht nur mit Energie aus heimischen Quellen selbst versorgen, sondern sich auch als Exportland von Strom und innovativen Klimaschutztechnologien profilieren. Dafür soll bis 2020 dreimal so viel erneuerbare Energie gewonnen wie heute.

Das Land gilt auf diesem Feld zwar schon jetzt als Vorreiter in Deutschland. Doch soll der Anteil an der heimischen Energieproduktion von bisher rund sieben Prozent des Primärenergieverbrauchs auf 20 Prozent steigen, wie bereits Ende 2007 festgelegt wurde.

Nun stellt die Regierung auch erstmals dar, wie das erreicht werden soll. Laut Wirtschafts- und Umweltministerium soll dabei die Windkraft zum wichtigsten alternativen Energieträger werden. Möglich wäre das dem Bericht zufolge aber nur durch neue Windparks, die umstritten sind.