Erneuerbare Energien

Brandenburg bezieht gut die Hälfte des Stroms aus Öko-Quellen

Weit über die Hälfte des in Brandenburg verbrauchten Stroms wird nach Angaben des Umweltministeriums aus erneuerbaren Energien gewonnen. Der Anteil habe sich von 27,2 Prozent im Jahr 2004 auf 57,8 Prozent im Jahr 2008 mehr als verdoppelt. Der Energieexport ist allerdings nicht eingerechnet.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Potsdam (ddp/red) - Das teilte Umweltministerin Anita Tack (Linke) bei der Vorstellung des Umweltdatenberichts 2008/2009 am Montag in Potsdam mit. Der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch im Land - also auch Wärme und Kraftstoffe eingeschlossen - betrug 2008 genau 13,6 Prozent, also rund sieben Prozentpunkte mehr als 2004.

Die von Brandenburg exportierte Energie werde in der Statistik allerdings nicht berücksichtigt, räumte der Präsident des Umweltamtes, Matthias Freude, ein. Diese hauptsächlich aus Braunkohle erzeugte Energie mache immer noch rund 60 Prozent der gesamten Energiegewinnung im Land aus und werde nach Polen und Tschechien geliefert.

Mittlerweile sind laut Umweltbericht in Brandenburg rund 2800 Windkraftanlagen und 190 Biogasanlagen in Betrieb. Allein im vergangenen Jahr seien 52 neue Windparks und 40 neue Biogasanlagen bewilligt worden, sagte Tack. 2009 erzeugten dreimal so viele Anlagen Strom aus erneuerbaren Energien wie 2004. "Damit ist Brandenburg Vorreiter auf diesem Gebiet", betonte die Umweltministerin.

Das Land sei auf dem besten Weg, die Zielsetzungen der "Energiestrategie" zu erfüllen, sagte Tack. Danach soll der Anteil erneuerbarer Energien in Brandenburg am gesamten Energieverbrauch bis 2020 auf 20 Prozent erhöht werden.