Erlass

Brandenburg: 1000 Meter Mindestabstand von Windrädern

Brandenburg hat am Freitag einen Erlass zum umstrittenen Abstand von Windkraftanlagen zu Wohnsiedlungen vorgelegt. Der Mindestabstand soll 1000 Meter betragen, wie das Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung in Potsdam mitteile. Windkraftgegner hatten 1500 Meter Abstand gefordert.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Potsdam (ddp-lbg/red) - Der gemeinsame Erlass des Infrastrukturministeriums und des Umweltministeriums tritt am 1. Juli in Kraft. Mit einem Abstand von 1000 Metern würden Menschen vor Störungen durch Lärm oder Schattenwurf von Windkraftanlagen geschützt, sagte Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD). Gleichzeitig könne Brandenburg damit seine klimapolitischen Ziele erreichen.

20 Prozent Ökostrom bis 2020

Die Energiestrategie der Landesregierung sieht vor, den Anteil von regenerativen Energien von derzeit 6 Prozent auf 20 Prozent bis zum Jahr 2020 auszubauen. Dabei soll sowohl die Wind- und Solarenergienutzung als auch die Energienutzung durch Biomasse gesteigert werden.

Windkraftgegner forderten mehr Abstand

Gegen neue Windräder macht die "Volksinitiative gegen die Massenbebauung Brandenburgs mit Windenergieanlagen" mobil. Sie hatte bis April fast 27.000 Unterschriften eingereicht, von denen 22.035 gültig waren. Die Initiatoren verlangen unter anderem einen Mindestabstand zwischen Windrädern und Wohnsiedlungen von 1500 Metern.