Romney Marsh

Brand in britischem Atomkraftwerk - Meiler abgeschaltet

Erneuter Zwischenfall in einem Atomkraftwerk: In Großbritannien ist ein Atommeiler nach einem Brand abgeschaltet worden. Die Feuerwehr brauchte Medienberichten zufolgen zwei Stunden, um das Feuer zu löschen. Radioaktive Strahlung ist nach Betreiberangaben nicht ausgetreten.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

London (afp/red) - Im Südosten Englands ist nach einem Brand ein Atomkraftwerk abgeschaltet worden. Bei dem Vorfall in dem Kraftwerk Dungeness B sei kein radioaktives Material ausgetreten, sagte ein Sprecher der Betreiberfirma British Energy am Dienstag. Auch habe keine Gefahr für die Öffentlichkeit bestanden. Es sei niemand verletzt worden.

Ursache für Brand im AKW unklar

Mitarbeiter hätten am Montag kurz vor Mitternacht Feueralarm ausgelöst, am Dienstag gegen zwei Uhr morgens sei der Brand gelöscht gewesen. Nun werde die Brandursache ermittelt. Das Atomkraftwerk in Romney Marsh in der Grafschaft Kent hat zwei moderne, gasgekühlte Reaktoren. Einer war bereits wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet worden. Das Kraftwerk kann Strom für 1,5 Millionen Kunden produzieren. British Energy betreibt acht Atomkraftwerke in Großbritannien.

Großbritannien setzt auf neue Atomkraftwerke

Die britische Regierung hatte erst vor zwei Wochen die Standorte für zehn neue Atomkraftwerke genehmigt. Energieminister Ed Miliband teilte mit, Ziel sei es, die Anlagen bis 2018 in Betrieb zu nehmen. Die meisten Standorte liegen in der Nähe bereits bestehender Kraftwerke. Aufgrund des Klimawandels soll laut Miliband ein Wandel zu einer Mischung aus Atomenergie, Strom aus "sauberer Kohle" und erneuerbaren Energien vollzogen werden. Fast alle der derzeit im Betrieb befindlichen britischen Atomkraftwerke sollen bis 2023 heruntergefahren werden.