Kürzung befürchtet

Branche: Solarenergie braucht weiterhin Förderung

Die Solarbranche wehrt sich gegen eine mögliche Kürzung der Subventionen für Sonnenstrom durch eine neue schwarz-gelbe Bundesregierung. Die Unternehmen seien noch auf die öffentliche Förderung angewiesen, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie, Jörg Sutter, der "Wirtschaftswoche" laut einem Vorabbericht.

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Düsseldorf (afp/red) - "Die deutschen Solarunternehmen verdienen derzeit so gut wie kein Geld, weil die Nachfrage so stark eingebrochen ist", fügte er hinzu. Zudem sei die Rendite von Solaranlagen bislang zwar für Privatpersonen attraktiv, noch nicht allerdings für industrielle Investoren, die die Branche stützen könnten.

43 Cent pro Kilowattstunde Solarstrom

Wer sich in Deutschland eine Solaranlage auf seinem Dach oder einem Grundstück installiert und den Strom ins öffentliche Stromnetz einspeist, erhält dafür aktuell eine Vergütung von 43 Cent pro Kilowattstunde. Dies liegt etwa doppelt so hoch wie der durchschnittliche Strompreis, den Verbraucher zahlen. Die Förderung soll in den kommenden Jahren stufenweise abgesenkt werden. In Union und FDP sind allerdings Stimmen laut geworden, diese Förderung schneller zu kürzen.