Explosion der Öl-Plattform

BP und Halliburton wussten vor Unglück von Problemen mit Zement

Die Konzerne BP und Halliburton haben offenbar schon Wochen vor der Explosion der Ölbohrplattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko von Problemen mit dem eingesetzten Unterwasserzement gewusst. Dieser war offenbar die Hauptursache für die Explosion der Plattform.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Washington (afp/red) - BP und Halliburton hätten bereits im März Kenntnis davon gehabt, dass der zur Stabilisierung des Macondo-Bohrlochs am Meeresboden eingesetzte Zement fehlerhaft sei, erklärte der Vorsitzende der von der US-Regierung eingesetzten Untersuchungskommission, Fred Bartlit, am Donnerstag (Ortszeit). BP ist der Betreiber des Bohrlochs, dessen Explosion im April eine verheerende Ölpest im Golf von Mexiko auslöste. Der Dienstleister Halliburton war mit der Abdichtung der Bohrstelle beauftragt.

Obwohl drei Tests des Zements, der zur Abdichtung von Bohrlöchern gegen das Eindringen von Gasen verwendet wird, im Februar und Anfang April zu dem Ergebnis gekommen seien, dass der Zement nicht stabil sei, sei er von Halliburton im BP-Bohrloch eingesetzt worden, schrieb Bartlit in einem Brief zu den ersten Ergebnissen der Untersuchungen. Die fehlerhafte Zementabdichtung sei eine der Hauptursachen für die folgenschwere Explosion der Plattform am 20. April gewesen, bei der 11 Arbeiter ums Leben kamen, urteilte die Kommission.