Früher als geplant

BP richtet 20 Milliarden Dollar schweres Treuhandkonto ein

Der britische Ölkonzern BP hat ein 20 Milliarden Dollar (rund 15,1 Milliarden Euro) schweres Treuhandkonto eingerichtet. Damit sollen Forderungen aus der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko beglichen werden.

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London (ddp.djn/red) - Früher als erwartet will BP zudem eine anfängliche Einlage von drei Milliarden Dollar leisten, wie der Londoner Konzern am Montag mitteilte. Weitere zwei Milliarden Dollar sollen im vierten Quartal des laufenden Jahres folgen. Danach werden pro Vierteljahr 1,25 Milliarden Dollar eingezahlt, bis die Gesamtsumme von 20 Milliarden Dollar erreicht ist.

Für Schäden aus Ölkatastrophe aufkommen

"Ziel des Treuhandkontos ist es, den von der Ölkatastrophe Betroffenen und den Steuerzahlern in den USA zu versichern, dass wir hinter unserer Verantwortung stehen", sagte der designierte BP-Vorstandschef Bob Dudley. Dass BP die erste Einlage früher als ursprünglich geplant erbringe, unterstreiche den Wunsch des Konzerns, für entstandene Schäden aufzukommen.

Erste Einzahlungen früher als geplant

Bereits Mitte Juni hatte BP nach Gesprächen mit der US-Regierung angekündigt, den Forderungsprozess auf einen unabhängigen verwalteten Fonds übertragen und ein 20 Milliarden Dollar schweres Treudhandkonto einrichten zu wollen. Damals hatte BP die erste Einzahlung gegen Ende des dritten Quartals in Aussicht gestellt.