Trotz gestiegener Nachfrage

BP: Ölreserven sowie Ölförderung 2007 gesunken

Die weltweiten nachgewiesenen Ölreserven wie auch die Ölförderung sind einer aktuellen Studie zufolge im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen - und das Trotz einer weltweit gestiegenen Nachfrage. In Deutschland ging die Nachfrage dagegen um 9 Prozent zurück,

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London (ddp.djn/sm) - Die Fördermenge sei im Vergleich zum Vorjahr um etwa 0,2 Prozent auf 81,58 Millionen Barrel (159 Liter) pro Tag gesunken, teilte der Energiekonzern BP unter Berufung auf einen einmal jährlich veröffentlichten statistischen Energiebericht mit. Grund dafür sei einerseits der Beschluss der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC), weniger Öl zu fördern. Andererseits hätten auch einige Ölproduzenten, die nicht Mitglied der OPEC sind, 2007 unerwartet niedrige Mengen an Rohöl produziert. Hierzu zähle etwa Mexiko.

Dem Bericht zufolge stieg der weltweite Verbrauch um 1,1 Prozent und erhöhte sich damit langsamer als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Am schnellsten stieg die Ölnachfrage in Schwellenländern wie China. Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage führte demnach zu einem starken Anstieg der Preise. In den USA stieg der Ölpreis zum ersten Mal sechs Jahre in Folge. Er betrug im Durchschnitt 72,20 Dollar pro Barrel - mehr als doppelt so viel als 2003, als ein Barrel 31,07 Dollar kostete.

Die stark steigende Binnennachfrage hat nach BP-Angaben neben den OPEC-Entscheidungen in den Ländern des Nahen Ostens zum ersten Mal zu einer Verringerung ihrer Exportmenge geführt. Diese Länder repräsentieren insgesamt über 30 Prozent des weltweiten Angebots auf dem Rohölmarkt, doch ihr eigener Bedarf steigt ebenfalls stetig.

EU verbrauchte weniger Öl

In der Europäischen Union, in der 17,8 Prozent des weltweiten Erdölkonsums stattfinden, ging der Verbrauch 2007 BP zufolge um 2,6 Prozent zurück. Alleine in Deutschland, das 2,8 Prozent der weltweiten Nachfrage ausmacht - sank der Konsum um 9,0 Prozent auf 2,393 Millionen Barrel am Tag.

Nach Informationen von BP sind die nachgewiesenen weltweiten Erdölreserven seit 1997 um 16 Prozent gestiegen. Laut Schätzung reicht diese Menge, um den Bedarf für die kommenden 40 Jahre zu decken. 61,01 Prozent dieser Reserven befinden sich im Nahen Osten.