Kein Problem mit Kontrollfunktion

Bonse-Geuking will RAG-Stiftung fünf Jahre führen

Der künftige Chef der Kohle-Stiftung, Wilhelm Bonse-Geuking, will sein Amt als Stiftungsvorsitzender fünf Jahre ausfüllen. "In der Satzung soll eine Amtsperiode von fünf Jahren festgelegt werden. Diese fünf Jahre möchte ich das Amt auch ausüben - aus heutiger Sicht", sagte er der FTD (Freitagausgabe).

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Dortmund (ddp-nrw/sm) - Auf die Frage nach seiner ersten Amtshandlung sagte er: "Lesen und mich informieren. Ich muss mich jetzt erst einmal richtig mit der RAG-Stiftung vertraut machen. Und das wird Wochen dauern." Ihn reize die Aufgabe, sagte der langjährige BP-Manager. "Die neue Ausrichtung der RAG hat zentrale Bedeutung fürs Ruhrgebiet, und ich habe mich dieser Region und der Kohle immer sehr verbunden gefühlt. So eine Anfrage lehnt man nicht ab", sagte er der Financal Times Deutschland (FTD).

Gleichzeitig steht Bonse-Geuking der geplanten Zusammensetzung des Stiftungskuratoriums gelassen gegenüber. "Ich habe überhaupt kein Problem damit, dass die öffentliche Hand hier eine gewisse Aufsichts- und Kontrollfunktion wahrnehmen will", sagte Bonse-Geuking den Dortmunder "Ruhr Nachrichten" (Freitagausgabe) laut Vorabbericht. Er sei es gewohnt, ein Unternehmen zu führen und denjenigen Rechenschaft abzulegen, die an der Unternehmensführung und an dem Ergebnis ein großes Interesse haben.

"Da sehe ich keine Einengung, da wird ein künstliches Problem aufgebaut", betonte Bonse-Geuking. In dem Stiftungskuratorium soll der Bund fünf, das Land Nordrhein-Westfalen vier und die Gewerkschaft IG BCE drei Sitze erhalten. Das Saarland soll einen Sitz bekommen.