Aus Zweitem Weltkrieg

Bombenfund auf Gelände von Atommülllager

Bei der Suche nach Bombenblindgängern und Munition auf dem Gelände des künftigen Atommüllendlagers Schacht Konrad sind Experten erstmals fündig geworden. In drei Meter Tiefe sei eine zwei Kilogramm schwere Stabbrandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg geborgen worden, teilt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf seiner Website mit.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Salzgitter (ddp/red) - Die Bombe sei inzwischen abtransportiert worden. In der Nähe des Fundorts entdeckte der Kampfmittelsuchdienst den Angaben zufolge zudem das leere Abschussrohr einer Panzerfaust.

Die Suche hatte zu Beginn des Jahres begonnen. Zuvor hatten Luftbilder auf die Existenz von Kampfmitteln auf dem Konrad-Gelände hingewiesen. Deren Beseitigung sei eine Auflage aus dem Planfeststellungsbeschluss zur Errichtung des Endlagers, hieß es.

Das BfS baut seit 2007 das frühere Eisenerzbergwerk Konrad zum deutschen Endlager für schwach und mittelradioaktiven Müll um. Die Genehmigung gilt für die Einlagerung von bis zu 303.000 Kubikmeter Abfälle. Das Endlager soll 2013 oder 2014 in Betrieb gehen. Falls radioaktive Abfälle aus dem maroden Atommülllager Asse geborgen werden, kommen auch diese in Schacht Konrad.