Vorbereitungen

Bohrschiff erkundet Meeresboden für ersten Offshore-Windpark

Für den Bau von Deutschlands erstem kommerziellem Offshore-Windpark laufen die Vorbereitungen an. Die BARD Engineering GmbH hat jetzt entsprechende geotechnische Untersuchungen in Auftrag gegeben, es werden Untersuchungen am Meeresboden vorgenommen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Emden (ddp-nrd/sm) - Die Firma Fugro Consult GmbH aus Berlin werde mit einem Bohrschiff den Meeresboden rund 100 Kilometer nordwestlich der ostfriesischen Insel Borkum erkunden, kündigte das Unternehmen an. An dem Standort sollen ab Frühjahr 2009 insgesamt 80 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 400 Megawatt installiert werden. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers handelt es sich um den ersten Offshore-Windpark, der Strom in der deutschen Nordsee produzieren wird.

Im Projektgebiet soll das Bohrschiff "MV Gargano" ab April in rund sechs Wochen insgesamt 77 Bohrungen niederbringen. Anhand der gewonnenen Bohrkerne wird die Beschaffenheit des Meeresgrunds bis in Tiefen von 40 bis 45 Metern untersucht. Die Ergebnisse dienen dazu, die Fundamente der Windkraftanlagen und einer Umspannplattform optimal an die Baugrundverhältnisse anzupassen.

Die Fundamente bestehen jeweils aus drei Rammpfählen und einem aufgesetzten Stützkreuz, auf dem der Turm mit der Anlage montiert wird. Nachdem 2005 eine erste Erkundung mit 21 Bohrungen durchgeführt worden war, hatte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg im April 2007 die Baugenehmigung für den Windpark "BARD Offshore 1" erteilt.