Vor den Feiertagen

Börse: Gazprom und Conergy gefragt

Erwartungsvoll gingen die Marktteilnehmer an den deutschen Börsen in den heutigen Handelstag. Berechnungen zufolge entwickeln sich die Handelstage vor einem Feiertag besonders lukrativ - das jedenfalls haben laut Handelsblatt die Analysten der WestLB für die letzten 30 Jahre berechnet.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Erwartungen wurden allerdings bis zum späten Mittag nicht erfüllt, vielmehr schienen die Marktteilnehmer an den deutschen Börsen bereits mit der Ostereiersuche beschäftigt zu sein. Auch am Berliner Börsenplatz kam der Handel nicht so recht vom Fleck. Die Dikussion darüber, ob Gazprom sein natürliches Monopol aufgeben soll oder nicht bzw. wie die Gaspreise in Russland in Zukunft entstehen sollen brachte etwas Leben in den Handel mit Gazprom-ADRs.

So war auf russlandonline.ru zu lesen, Gazprom fordere eine Liberalisierung der Preis. Man sei der Ansicht, dass die Gaspreise in diesem Fall um 15 bis 20 Prozent steigen würden. Zur Bestimmung der Lieferpreise für Industrieabnehmer solle eine Börsentechnolgie herangezogen werden. Viktor Christenko, russischer Minister für Industrie und Energiewirtschaft, reagierte auf den Vorstoß Gazproms indem er das Unternehmen aufforderte, sein natürliches Monopol aufzugeben oder aber Änderungen der geltenden Gesetze zu beantragen, um marktwirtschaftliche Mechanismen der Preisbildung für Abnehmer in der Industrie anwenden zu können. Die Börse reagierte auf die Diskussion in Berlin zunächst mit Kurszuwächsen von 1,8 Prozent, die ADRs notierten am Mittag bei 26,00 Euro.

Weiterhin gefragt waren die Aktien von Conergy, die heute um 0,7 Prozent zulegen konnten und zuletzt bei 69,50 Euro notierten. Das Magazin "Der Aktionär" empfahl offensichtlich in seiner jüngsten Ausgabe, die Aktie bei Kurschwäche zu kaufen. Das Kursziel sieht "Der Aktionär" bei 85,00 Euro.