Energie aus Erdinnern

Bochumer Zentrum für Geothermie vor Eröffnung

Morgen wird das der Bochumer Ruhr-Universität angegliederte Zentrum für Geothermie und Zukunftsenergien offiziell eröffnet. Das neue Institut will insbesondere Machbarkeitsstudien für die Versorgung weiter Teile des Ruhrgebiets mit Erdwärme erarbeiten.

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Bochum (ddp-nrw/sm) - Die Bochumer Ruhr-Universität wird sich künftig intensiv mit der Nutzung von Erdwärme als Energieträger beschäftigen. Am Freitag soll das der Hochschule angegliederte Zentrum für Geothermie und Zukunftsenergien offiziell eröffnet werden. Das neue Institut will insbesondere Machbarkeitsstudien für die Versorgung weiter Teile des Ruhrgebiets mit Erdwärme erarbeiten.

Der Wärmefluss aus dem Erdinnern ist im Gegensatz zu anderen erneuerbaren Energien wie Wind- oder Sonnenenergie jahreszeitenunabhängig verfügbar und kann damit einen wichtigen Beitrag für eine künftige umweltfreundliche Energieversorung leisten, wie es hieß. Nach Schätzungen von Experten beläuft sich das Gesamtpotenzial der geothermischen Energienutzung auf das rund 600-Fache des deutschen Strombedarfs.

Das Zentrum für Geothermie ist zugleich Kern des Forschungszentrums Geothermie in NRW, dem auch die Hochschulen Aachen und Gelsenkirchen angegliedert sind. Die Wissenschaftler des Instituts beschäftigen sich dazu unter anderem mit Bohrverfahrenstechnik, Geologie, Bauphysik, Anlagentechnik und Kraft-Wärme-Kopplung.