Wettbewerb stärken

BNetzA will für mehr Transparenz auf dem Strommarkt sorgen

Die Bundesnetzagentur hat in einem Workshop mit Vertretern der Energiewirtschaft diskutiert, mit welchen Maßnahmen der Wettbewerb verbessert und das Vertrauen in das Funktionieren des Strommarkts gestärkt werden kann. Dies sei vor allem mit mehr Transparenz zu erreichen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Bonn (red) - Vor dem Hintergrund steigender Strompreise und der zunehmenden Bedeutung des Energiehandels waren sich die Teilnehmer einig, dass beispielsweise eine zeitnahe Veröffentlichung aller relevanten Daten über das Netz und die Erzeugung wichtig für die Verbesserung des Wettbewerbs - insbesondere für kleinere und neue Marktteilnehmer - ist. Die relevanten Daten sollten deutschlandweit auf einer einheitlichen Informationsplattform, zum Beispiel der Internetseite der Börse, bereitgestellt werden.

Darüber hinaus könne es sinnvoll sein, mehr Handel als bisher über die Börse abzuwickeln. Dieser verspreche, verglichen mit dem Handel zwischen Energieerzeugern und Großhändlern, ein deutlich höheres Maß an Transparenz. Die Intensität des Wettbewerbs könne außerdem kurzfristig durch eine stärkere Kopplung der nationalen Strommärkte gesteigert werden, so die BNetzA weiter. Zudem ist der weitere Ausbau der Kuppelkapazitäten zu ausländischen Netzen wichtig.

Es bestand Einvernehmen, die Koordination der Aufsicht aller beteiligten Behörden (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Bundeskartellamt, Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit sowie Bundesnetzagentur) in den Bereichen Netzregulierung, Handel und Wettbewerb zu verstärken, um das Vertrauen in die Märkte zu festigen.

"Ein gut organisierter Handel bietet wertvolle Chancen für die beteiligten Unternehmen, aber auch für die Verbraucher. Er dient dazu, Wettbewerb zu fördern und das Niveau der Preise für Strom und Gas sowie für CO2-Zertifikate längerfristig berechenbar zu machen. Mit Transparenz und Marktliquidität muss der Gefahr entgegengewirkt werden, dass spekulative Tendenzen die Oberhand gewinnen", betonte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.