Informatorische Entflechtung

BNetzA veröffentlicht Richtline für Unbundling

Die Bundesnetzagentur hat jetzt auf ihren Internetseiten die gemeinsame Richtlinie der Regulierungsbehörden des Bundes und der Länder zur Umsetzung der informatorischen Entflechtung veröffentlicht. Diese soll Energieversorgungsunternehmen als Orientierungshilfe im Sinne einer Best Practice Richtlinie dienen.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) – Mit der Entflechtung soll der diskriminierungsfreie Netzbetrieb gewährleistet werden. "Ich appelliere an die Unternehmen die Entflechtungsregeln sehr ernst zu nehmen, wenn sie weitergehenden Forderungen, wie z. B. der eigentumsrechtlichen Abspaltung der Netze, entgegentreten wollen", so Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. "Nur eine täglich praktizierte und gelebte Trennung der Sektoren Netz und Vertrieb und Handel erfüllt die gesetzlichen Vorgaben."

Mit der gemeinsamen Richtlinie "haben wir einen weiteren Schritt gemacht, die Anforderungen des heutigen Entflechtungsrahmens praxistauglich zu konkretisieren", so Kurth weiter. Die Richtlinie soll den betroffenen Unternehmen eine Hilfestellung zur Umsetzung der informatorischen Entflechtungsbestimmungen geben. "Sind die Vorgaben in die Geschäftsprozesse der Unternehmen eingearbeitet und ist eine Dokumentation über diese Prozesse erstellt, so können die Verantwortlichen in den Unternehmen sowie externe Auditoren und die Regulierungsbehörden die gesetzeskonforme Umsetzung der informatorischen Entflechtung prüfen. Geschäftsprozessmodelle, die in vielen Unternehmen aller Größenkategorien bestehen, erhalten damit hinsichtlich der Entflechtung eine klare regulatorische Grundlage", so Kurth weiter.

Die Richtlinie zur Umsetzung der informatorischen Entflechtung kann auf der Webseite der Bundesnetzagentur abgerufen werden.

Weiterführende Links
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