Monitoringbericht vorgestellt

BNetzA: Netzkostenanteil gesunken - Strom trotzdem teurer

Die Bundesnetzagentur hat ihren Monitoringbericht 2007 zum deutschen Strom- und Gasmarkt vorgestellt. Wie Behördenpräsident Matthias Kurth in Bonn sagte, haben die gesunkenen Netzentgelte zwar zu einer Dämpfung des Preisanstiegs geführt, nicht jedoch zu einer Preisreduzierung.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Zum Stichtag 1. April 2007 seien die durchschnittlichen Stromnetzentgelte für Haushaltskunden innerhalb eines Jahres von 7,3 auf etwa 6,3 Cent pro Kilowattstunde gesunken. Die Netzentgelte im Strom- und Gasbereich waren aufgrund der Kürzung der beantragten Netzkosten durch die Regulierungsbehörden abgesenkt worden. Damit hat sich der Anteil der Stromnetzentgelte am Endpreis für Haushaltskunden von 38,6 Prozent auf rund 31,5 Prozent verringert. Jedoch seien die Strompreise im Haushaltsbereich im gleichen Zeitraum um etwa 6 Prozent, die Gaspreise um 1,8 Prozent gestiegen, sagte Kurth.

Gleichzeitig äußerte Kurth Zweifel an der Rechtmäßigkeit der für den Jahreswechsel angekündigten Strompreiserhöhungen der großen Versorger. Die Unternehmen hätten die geplanten Preissteigerungen von bis zu zehn Prozent nicht genügend erklärt. Dabei habe die Branche "eine Bringschuld gegenüber den Verbrauchern".