Fast 30 Prozent

BNetzA kürzt Durchleitungstarife von Vattenfall und EnBW

Die Bundesnetzagentur hat die von Vattenfall und EnBW beantragten Durchleitungstarife ihrer Übertragungsnetzbetreiber für 2008 deutlich gekürzt. Beim Endverbraucher werde davon jedoch kaum etwas spürbar sein, da die Konzerne ihre Anträge im Vergleich zum letzten Jahr deutlich höher angesetzt hatten.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Bonn (ddp/sm) - Während die Regulierungsbehörde nach Informationen der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires bei Vattenfall lediglich 15 Prozent der beantragten Kosten nicht anerkannte, musste EnBW laut "Frankfurter Allgemeine Zeitung" sogar eine Kürzung von 29 Prozent hinnehmen. Wie am Dienstag bereits bekannt geworden war, senkte die Netzagentur die RWE-Tarife um 28 Prozent.

Die Netzagentur wollte ihre Entscheidungen zu den Übertragungsnetzbetreibern der drei Unternehmen eigentlich am Mittwoch bekannt geben, hatte dies dann aber erneut verschoben, weil die Bescheide den Unternehmen offenbar noch nicht offiziell zugestellt worden waren. Ursprünglich war die Veröffentlichung sogar schon für Dienstag angekündigt gewesen.

Die Kürzungen würden sich bei den Endverbraucherpreisen aber kaum auswirken, schrieb die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Denn zum einen betreffe die Kürzungen zunächst lediglich die Höchstspannungsleitungen. Zum anderen hätten die Konzerne ihre Anträge zum Teil um 20 Prozent und mehr über dem Niveau des Vorjahres angesetzt.