Neue Kraftwerksbetreiber nötig

bne: Nur Wettbewerb kann Kartellabsprachen von verhindern

Laut dem Bundesverband Neuer Energieanbieter (bne) werden nur durch eine Vielzahl neuer Kraftwerksbetreiber, eine transparente Börse und neutrale Netzbetreiber Preisabsprachen der Energiekonzerne der Vergangenheit angehören und ein angemessener Strompreis durch den Markt sichergestellt.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (red) - Der bne sieht den Vorwurf zu möglichen Preismanipulationen der Energiekonzerne als Anlass, den Wettbewerb auf dem Energiemarkt stärker voranzutreiben. "Die im Schriftsatz des Bundeskartellamtes erhobenen Vorwürfe sehen wir als Bestätigung unseres Weges an", so Robert Busch, Geschäftsführer des bne.

Erst wenn es "deutlich mehr Kraftwerksbetreiber" gebe, wirke sich das Verhalten eines Einzelnen nicht mehr so stark auf den Strompreis aus. "Vor allem das preistreibende Zurückhalten von Kraftwerkskapazitäten vom Stromnetz kann nur mit einer Vielzahl von Kraftwerksbetreibern verhindert werden", so Busch weiter.

Das Bundeskartellamt hatte sein Papier bereits im November 2006 erstellt und darin detaillierte Vorwürfe wegen Preismanipulationen und Absprachen erhoben. Für Busch stellt sich daher die Frage, warum nicht früher gehandelt wurde, "wenn die Dokumente so belastbar sind wie behauptet wird".