Veränderungen

bne: Neuer Vorstand, gleiche Forderungen

Der Bundesverband Neuer Energieanbieter (bne) hält seine Forderungen nach einem strengeren Vorgehen bei der Genehmigung von Netznutzungsentgelten und mehr Transparenz bei der Preisbildung auch mit neuem Vorstand aufrecht. Heiko von Tschischwitz (LichtBlick) gab den Vorsitz an BKW-Chef Huber-Ditzel ab.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Der Bundesverband Neuer Energieanbieter e.V. (bne) hat von den Regulierungsbehörden ein strenges Vorgehen in den laufenden Entgeltgenehmigungsverfahren gefordert. Auch die wenigen Vorgaben zum Unbundling müssten vollständig umgesetzt und scharf kontrolliert werden.

Zudem seien die Preisbildung sowie die Verknüpfung von Netz und Vertreib weiterhin völlig intransparent, hieß es aus Berlin. "Der Wettbewerb braucht dringend unabhängige und neutrale Netze. Die halbherzige Umsetzung der Vorgaben der Richtlinie behindert die neuen Anbieter ständig und macht es sehr schwer günstigere Energie zum Kunden zu bringen", erläuterte Robert Busch, Geschäftsführer des bne.

Das Leitbild der Richtlinie mit neutralen Netzen, angemessenen Preisen und einer Vielzahl von im Wettbewerb stehenden Lieferanten sei bei weitem nicht erreicht. "Die Gewinne steigen weiter an und gleichzeitig wird die Notwendigkeit von weiteren Preiserhöhungen bekundet. Es kann nicht sein, dass nach Beginn der Regulierung die Preise weiterhin derart ungeniert angehoben werden", kritisierte Busch. Im Rahmen der Genehmigungsverfahren müsse endlich mehr Transparenz in die Entgeltbildung. Rekordgewinnmeldungen, ständige Preiserhöhungen, unzureichendes Unbundling und eine völlig undurchschaubare Preisbildung widersprächen der Idee eines liberalisierten Energiemarktes.

Der Verband, der die Interessen von Newcomern im Energiemarkt vertritt, geht unterdessen mit einer neuen Führungsriege in die kommende Legislaturperiode. Nachfolger von Heiko von Tschischwitz als bne-Vorstandsvorsitzender wird Dr. Hans-Martin Huber-Ditzel. Huber-Ditzel arbeitete als promovierter Maschinenbauer zunächst in verschiedenen Leitungspositionen u. a. bei den Unternehmen Degussa und Masterfoods. Er war Geschäftsführer deutscher Tochtergesellschaften von RWE Entsorgung und TotalFinalElf Deutschland bevor er seine berufliche Karriere in der klassischen Energiewirtschaft fortsetze. Seit 2001 leitet er die Geschäfte der BKW Energie GmbH in Kelkheim.