Überhöhte Entgelte

BNE kritisiert Abschwächung der Anreizregulierung

Nach der Sitzung des Wirtschaftsausschusses im Bundesrat zu der Anreizregulierungsverordnung vergangene Woche befürchtet der Bundesverband Neuer Energieanbieter e.V. (BNE) überhöhte Netznutzungsentgelte. Die Effizienzvorgaben für Netze seien weiter aufgeweicht worden.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Laut dem Verband beschere der Änderungsantrag von Nordrhein-Westfalen den Netzbetreibern Zusatzgewinne von über einer Milliarde Euro. Das Bundesland hatte sich für niedrigere Produktivitätsfortschritte ausgesprochen. Dies ließe jedoch nach Berechnungen den bne die Stromrechnung der deutschen Haushalte um jährlich 25 Euro steigen. "An Stelle von sinkenden Netzentgelte, die den Wettbewerb beleben, werden den Netzbetreibern weitere Gewinne zugestanden", so BNE-Geschäftsführer Robert Busch.

Der Entwicklungsgang der Anreizregulierungsverordnung sei ein weiteres Paradebeispiel für die Einflussnahme der Netzbetreiber auf den Rechtssetzungsprozess, kritisiert der bne. Im Laufe des Abstimmungsverfahrens seien die Effizienzvorgaben an die Netzbetreiber Schritt für Schritt aufgeweicht. Der jetzige Verordnungsentwurf rücke die Zusatzgewinne in den Vordergrund und vernachlässige den Abbau ineffizienter Kosten.