EEG-Novelle

bne fordert Direktvermarktung von Ökostrom

Der Bundesverband Neuer Energieanbieter e. V. (bne) fordert, im Rahmen der EEG-Novellierung die sogenannte physikalische Wälzung abzuschaffen und stattdessen eine direkte Vermarktung des Stroms aus erneuerbaren Energien zu ermöglichen.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Im bisherigen Gesetzestext ist die physikalische Wälzung festgeschrieben. Diese schreibt Betreibern von Wind-, Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlagen vor, den erzeugten Strom an die Übertragungsnetzbetreiber zu verkaufen, statt ihn selbst zu vermarkten. Weil Erneuerbare aber nicht stetig ins Netz eingespeist werden können, sondern – gerade bei Windkraftanlagen – enormen Schwankungen unterliegen, sind Übertragungsnetzbetreiber genötigt, ständig Ausgleichsenergie zuzukaufen. Dafür werden laut einem vom bne in Auftrag gegebenen Gutachten jährlich 200 Millionen Euro "verschwendet".

bne-Geschäftsführer Robert Busch hält die "Zwangswälzung via Übertragungsnetze" für "nicht mehr zeitgemäß". "Ohne den überflüssigen und teuren Wälzungsmechanismus wird der Strom aus EEG-Anlagen einfach auf Handelsplätzen verkauft, was im Ergebnis zu steigender Transparenz und reduzierten Kosten führt", so Busch.