Ruhrgas ignoriert Auflagen

bne: Die Arroganz der Macht

Der Bundesverband Neuer Energieanbieter (bne) kritisiert die Arroganz der Ruhrgas AG: Man werde keine Versorgungssicherheit bieten, sollten Spotmarktmengen mal nicht fließen, zitiert der bne den Gasanieter. Diese Äußerung zeige, dass die Ministererlaubnis zur Fusion mit E.ON ein schwerer ordnungspolitischer Fehler gewesen ist.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Nach Informationen des Bundesverbands Neuer Energieanbieter (bne) tritt die Ruhrgas AG neuen Gasanbietern und Stadtwerken mit Einschüchterung und sogar mit Erpressung gegenüber. Man werde keine Versorgungssicherheit bieten, sollten Spotmarktmengen mal nicht fließen, zitiert der bne den Gasanieter. Es sei das alleinige Risiko der Stadtwerke und Großkunden, ihre Vollversorgungsverträge mit der Ruhrgas zu kündigen.

Der bne ist überzeugt davon, dass die Ruhrgas AG wechselwillige Kunden und Stadtwerke daran hindern will, ihre Verträge mit anderen Anbietern abzuschließen. Zudem würde sie eine wesentliche Auflage der Ministererlaubnis zur E.ON-Ruhrgas-Fusion aushebeln: Auch bei langfristigen Vertragsbindungen der Ruhrgas mit Stadtwerken oder Großkunden müssen 20 Prozent der Belieferungsmengen für andere Anbieter freigegeben werden. "Das arrogante, wettbewerbs-unfreundliche Verhalten der Ruhrgas zeigt, dass die mit der Ministererlaubnis gekaufte E.ON-Ruhrgas-Fusion ein schwerer ordnungspolitischer Fehler war", kommentiert Dr. Henning Borchers, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neuer Energieanbieter e. V. (bne), die angedrohten Versorgungsengpässe der Ruhrgas.