"Abstimmung mit den Füßen"

bne: Anbieterwechsel gegen unbillige Preiserhöhungen

Der Bundesverband Neuer Energieanbieter (bne) appelliert an die deutschen Strom- und Gaskunden den Anbieter zu wechseln. Dies sei die einzig richtige Antwort auf die angekündigten Preiserhöhungen der örtlichen Versorger. Eine staatliche Tarifaufsicht sei dagegen ein Instrument aus der Vergangenheit.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (red) - "Die Kunden in Deutschland nutzen ihr Wahlrecht bei den Energieanbietern nach wie vor viel zu wenig.", meint Robert Busch, Geschäftsführer des bne, "Trotz steigenden Unmutes über die drastischen Preiserhöhungen bei Strom und Gas haben bisher nicht einmal fünf Prozent der deutschen Haushalte ihren Anbieter gewechselt. Dabei ist der Kundenwechsel die einzige Sprache, die die Unternehmen verstehen - nur hierdurch können im Strom- und Gasmarkt effektive Preiskontrollen erzielt werden."

Er führte weiter aus: "In einem funktionierenden Markt bilden sich günstige Preise durch konkurrierende Angebote effizienter Anbieter. Wechseln die Kunden zu preisgünstigeren Anbietern, erhält der teurere Versorger einen deutlichen Anreiz zur Effizienzsteigerung. Über eine Preissenkung kann er seinen Kunden zurückgewinnen. Hingegen führt eine staatliche Preiskontrolle zu einer Verfälschung des Wettbewerbs, da sie den Unterschied zwischen effizienten günstigen und ineffizienten teuren Unternehmen verwischt. Notwendig ist die Regulierung allein im Monopolbereich der Netznutzung, denn hier ist Wettbewerb von vorneherein ausgeschlossen."