Aus dem Bundestag

BMWi: Uranversorgung langfristig gesichert

Die Bundesregierung sieht keine Versorgungsengpässe bei Kernbrennstoffen. Dies hat das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen zur Versorgungssicherheit bei Kernmaterial hervorgehoben.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (red) - Trotz der gestiegenen Weltmarktpreise für Natururan ist die Versorgungslage nach Ministeriumsangaben keineswegs angespannt. Die Reichweite der Uranreserven, d. h. die durch Explorationsarbeiten bereits erkundeten, bekannten Vorräte der Urangewinnungsunternehmen an wirtschaftlich gewinnbarem Uran haben eine im Vergleich zu den meisten Industrierohstoffen bemerkenswert hohe Reichweite von 68 Jahren. Beziehe man auch die sogenannten Ressourcen, d. h. die nachgewiesen und geologisch indizierten, derzeit nicht wirtschaftlichen Vorkommen in diese Berechnung ein, liege die Reichweite noch erheblich höher. Hinzu kommt, dass die aktuell hohen Rohstoffpreise einen Explorationsboom ausgelöst haben, der bereits zu zahlreichen neuen Lagerstättenfunden geführt hat. Uran wird deshalb als Energierohstoff noch für Jahrhunderte zur Verfügung stehen, so die Mitteilung.

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU): "Die Versorgung der weltweit in Betrieb, im Bau oder in Planung befindlichen Kernkraftwerke ist langfristig gesichert. Hier sind sich die Experten nationaler und internationaler Organisationen einig. Ernsthafte Verknappungen oder physische Versorgungsstörungen sind bei dem Energierohstoff Uran nicht zu befürchten. Die Kernenergie ist für mich deshalb auch rohstoffwirtschaftlich gesehen eine nachhaltige Energieerzeugungstechnologie."

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