Maßnahmenkatalog

BMWi legt nationalen Energieeffizienz-Aktionsplan vor

Gemäß EU-Richtlinie für Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen hat das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) den ersten nationalen Energieeffizienz-Aktionsplan (EEAP) vorgelegt. Dieser zeigt auf, durch welche Maßnahmen sich Energie wirtschaftsverträglich einsparen lässt.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Mit den vorgestellten Maßnahmen sollen die Einsparziele der europäischen Richtlinie, nämlich eine Endenergieeinsparung von 9 Prozent bis 2017, erreicht werden. Im Abstand von jeweils drei Jahren werden zwei weitere EEAP folgen.

Der Aktionsplan basiere auf den Ergebnissen einer vom Wirtschaftsministerium in Auftrag gegebenen Studie zu aktuellen Energieeffizienzpotenzialen, damit sollen die Belastungen für Bürger auf ein Minimum reduziert werden, so Wirtschaftsminister Glos. Man orientiere sich "strikt an der Wirtschaftlichkeit".

Zu den Maßnahmen, die in dem Aktionsplan besonders hervorgehoben werden, gehören unter anderem eine Verschärfung der energetischen Anforderungen an Gebäude, der Ausbau verschiedener Förderprogramme, eine Verstetigung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms sowie verstärkte Investitionen in die Energieeffizienz öffentlicher Gebäude. Durch eine Liberalisierung des Strom-Messwesens soll die Voraussetzung für die zügige Verbreitung der zeitgenauen Verbrauchsmessung geschaffen werden, zudem wolle die Regierung Anreize zum Austausch von Nachstromspeicherheizungen schaffen, die Energieverbrauchskennzeichnung von Elektrogeräten verbessern sowie die Energieforschung im Bereich der Effizienzsteigerungen ausbauen.