Exportquote steigern

BMWi: "Exportinitiative Erneuerbare Energien" bereits erfolgreich

Eine Initiative des Bundeswirtschaftsministerium und der dena soll kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Erneuerbare Energien-Branche helfen, neue Märkte zu erschließen. Durch eine Steigerung der Exportquote werde man unabhängiger von der Inlandsnachfrage, was wiederum Arbeitsplätze sichert.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Auf Einladung von Wirtschaftsminister Michael Glos haben etwa 450 Vertreter aus Unternehmen und Verbänden sowie der Politik in dieser Woche über die Umsetzung der "Exportinitiative Erneuerbare Energien" diskutiert. Die vom Wirtschaftsministerium (BMWi) finanzierte und von der Deutschen Energie-Agentur (dena) im Wesentlichen koordinierte "Exportinitiative Erneuerbare Energien" unterstützt mit einer Vielzahl von Instrumenten, unter anderem aus dem Bereich der Außenwirtschaftsförderung, kleine und mittelständische Unternehmen der Erneuerbare Energien-Branche bei der Erschließung neuer Märkte.

Die Exportquote bei Erneuerbare Energien-Technologien ist von etwa 15 Prozent im Jahr 2002 auf durchschnittlich etwa 25 bis 30 Prozent in 2005 angestiegen, so das BWMi. Die für Deutschland im Maschinen- und Anlagenbau übliche Exportquote liegt bei etwa 70 Prozent.

AHK-Programm bereits sehr erfolgreich

"Die Exportquote muss in vielen Bereichen der erneuerbaren Energien noch wesentlich gesteigert werden", meint Georg Willhelm Adamowitsch, Staatssekretär im BMWi. Dies sei unter anderem wichtig, um Wertschöpfung und damit Arbeitsplätze in Deutschland zu schaffen und die Unternehmen der Branche von der Inlandsnachfrage unabhängiger zu machen. Dazu trage insbesondere das so genannte AHK-Geschäftsreiseprogramm im Rahmen der Exportinitiative Erneuerbare Energien bei, das vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) entwickelt wurde und von den Außenhandelskammern durchgeführt wird. Diese führen die deutschen Unternehmen auf Basis einer vorangegangenen Zielgruppenanalyse individuell mit potentiellen ausländischen Geschäftspartnern zusammen.

Das Programm sei nach nur gut zwei Jahren bereits sehr erfolgreich. Die Unternehmen, die an diesen Geschäftsreisen teilgenommen haben, haben insgesamt Geschäftsabschlüsse von rund 400 Millionen Euro im Ausland getätigt. Den meisten teilnehmenden Unternehmen ist der Markteinstieg im Ausland mit Hilfe des AHK-Geschäftsreiseprogramms gelungen. Seit Ende 2003 wurden 80 AHK-Geschäftsreisen in über 50 Länder mit 500 teilnehmenden Unternehmen durchgeführt, so das BMWi.