Entwurf

BMWI: Energieabrechnung soll transparenter werden

Die Energieabrechnung ist für viele Versorger unübersichtlich und wenig transparent. Eine neue Verordnung könnte Licht ins Dunkel bringen: Ein Entwurf des Bundeswirtschaftsministeriums sieht vor, Grundversorger dazu zu verpflichten, einzelne Posten bei der Preiszusammensetzung aufzuführen.

Stromrechnung© Martin Saure / Fotolia.com

Berlin (red) - Strom- und Gaskunden im Grundversorgungstarif sollen künftig eine genaue Auflistung über die Zusammensetzung ihrer Energieabrechnungen erhalten. Das Bundeswirtschaftsministerium legte hierzu einen entsprechenden Verordnungsentwurf vor.

Mehr Transparenz bei der Energieabrechnung

Der Hintergrund: Die Energieversorger sind bislang nicht verpflichtet, die in die Berechnung des Grundversorgungspreises eingeflossenen gesetzlichen oder durch den Netzzugang entstandenen Kostenbelastungen für ihre Kunden auszuweisen. Die vom BMWi vorgelegte Neuregelung ändert dies nun und schafft dadurch mehr Transparenz für die Verbraucher.

Bessere Bewertung der Preise

Durch eine transparente und umfassende Ausweisung aller Kostenbestandteile werden Strom- und Gaskunden besser in die Lage versetzt, Zusammensetzung und Änderung des Preises ihrer Grundversorgung nachzuvollziehen und zu bewerten. Das stärkt die Vergleichbarkeit und den fairen Wettbewerb - insbesondere im Strommarkt.

Rund ein Drittel sind betroffen

Derzeit sind in Deutschland rund ein Drittel der Letztverbraucher im Grundversorgungstarif und profitieren damit künftig von den zusätzlichen Informationen: online, bei Preisänderungen, bei Vertragsbestätigung und bei der Jahresrechnung. Die ausgewiesenen Kostenbestandteile sind: Umsatzsteuer, Stromsteuer, Konzessionsabgabe, EEG-Umlage, KWK-Aufschlag, Umlage nach § 19 StromNEV, Offshore-Umlage, Umlage abschaltbare Lasten und Netzentgelte. Beim Strompreis 2013 entfielen rund 50 Prozent der Kosten auf Erzeugung, Transport, Vertrieb und Netzentgelte.

Bis zum 17. Juli hatten Länder und Verbände Gelegenheit, sich zum Entwurf der "Verordnung zur transparenten Ausweisung staatlich oder regulatorisch gesetzter Preisbestandteile in der Strom- und Gasgrundversorgung" zu äußern. Bereits im Herbst 2014 soll die Neuregelung in Kraft treten.