Reaktion

BMU zur VDEW-Erdkabelverweigerung: Falsche Zahlen

Das Umweltministerium hat Vorwürfen von Seiten der Stromwirtschaft, den Ausbau der Stromnetze unnötig zu verzögern, widersprochen. Der VDEW operiere mit falschen Zahlen und Fakten hieß es aus Berlin. Es geht dabei um die Abstimmung des Infrastruktur-Planungsbeschleunigungsgesetz.

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Berlin (red) - Das Bundesumweltministerium hat die Vorwürfe des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), es würde den Ausbau der Stromnetze in Deutschland unnötig verzögern, zurückgewiesen. Der Verband hatte das Ministerium beschuldigt, bei der Abstimmung des Infrastruktur- Planungsbeschleunigungsgesetzes zusätzliche Hürden aufzubauen anstatt die Zulassungsverfahren für den dringend notwenigen Ausbau der Netze zu entschlacken.

"Hier wird - absichtlich oder unabsichtlich - mit falschen Zahlen und Fakten operiert. Richtig ist, dass derzeit die Abstimmung der beteiligten Ressorts läuft, wie der notwendige Ausbau des Stromnetzes umweltgerecht und kostengünstig vorangebracht werden kann", teilte das Ministerium als Reaktion mit. In diesem Zusammenhang hätten viele Landkreise und Kommunen die Bundesregierung aufgefordert, ihre Wohngebiete und Naturschutzgebiete nicht durch weitere Hochspannungsmasten zu beeinträchtigen. "Das Bundesumweltministerium hat daher einen Vorschlag erarbeitet, wonach es im Ermessen der Stromnetzbetreiber liegt, in diesen sensiblen Gebieten Erdkabel zu verlegen", führte das Umweltministerium aus. Es handele sich dabei jedoch nur um einen sehr kleinen Teil der Netztraßen.