BMU: Transporte dienen der Abwicklung der Hanauer Brennelementefabrik

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In Deutschland hat es seit dem 1998 verhängten Transportstopp keine Castortransporte nach Frankreich gegeben. In diesem Zusammenhang teilt das Bundesumweltministerium (BMU) mit, dass sich die aktuellen Meldungen auf Transporte unbestrahlter Fertigungsreste aus der Brennelementefabrik Hanau in die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague beziehen. Die Transporte dieser Fertigungsreste dienen der Abwicklung und dem Rückbau der 1995 stillgelegten Hanauer MOX-Brennelementefabrik, die leergefahren wird, erklärt die Behörde weiter. Die Fertigungsreste könnten nur in die Wiederaufarbeitung nach Frankreich gebracht werden. Begründung des BMU: "Es bestand und besteht keine dauerhaft verfügbare Lagermöglichkeit in Deutschland. Die Transporte waren weder illegal noch geheim. Die Notwendigkeit dieser Transporte wurde im Oktober 1996 im Rahmen eines Öffentlichkeitsbeteiligungsverfahrens zur Stilllegung der Anlage öffentlich erörtert. Die Transporte unterlagen nicht dem 1998 verhängten Transportstopp für abgebrannte Brennelemente aus Atomkraftwerken. Die verwendeten Transportbehälter waren nicht von Kontaminationen betroffen. Die vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) genehmigten Transporte wurden entsprechend allen nationalen und internationalen atom- und verkehrsrechtlichen Sicherungs- und Sicherheitsbestimmungen abgewickelt."


Außerdem teilte das Ministerium mit, dass der Transport der Hanauer Fertigungsreste nach La Hague genehmigt wurde. Dies hatte die französische Atomaufsichtsbehörde DSIN dem Bundesumweltministerium schriftlich mitgeteilt. Damit seien Meldungen widerlegt, wonach es angeblich keine Genehmigung zur Wiederaufarbeitung des Hanauer Materials in La Hague gebe. Das Bundesumweltministerium hatte sich unmittelbar nach Bekannt werden der Behauptungen mit der französischen Atomaufsichtsbehörde in Verbindung gesetzt. In ihrem Schreiben erklärt die DSIN, dass die Anlage UP2-400 eine Genehmigung zur Wiederaufarbeitung von MOX-Brennelementen hat.