Neue Fassung

BMU legt revidierten nationalen Allokationsplan vor

Der geänderte nationale Allokationsplan soll alle gewünschten Änderungen der EU-Kommission enthalten. Festgelegt wurden für Kohlekraftwerke maximal 750 Gramm CO2 pro kWh, für Gaskraftwerke 365 Gramm. Die Gesamtmenge der Zertifikate wurde gekürzt.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Das Bundesumweltministerium hat den revidierten nationalen Allokationsplan für die zweite Emissionshandelsperiode (NAP II rev.) vorgelegt. Das teilte der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK) mit. Der Plan berücksichtige die Beanstandungen der EU-Kommission an dem von der Bundesregierung am 30. Juni letzten Jahres vorgelegten NAP II, der die Grundlage für den Entwurf des Zuteilungsgesetzes ZUG 2012 vom 16. Oktober 2006 bildete.

In der revidierten Fassung sei die Gesamtmenge der Zertifikate für die emissionshandelspflichtigen Anlagen von 482 auf 456,1 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr gekürzt worden. Außerdem werde die Zuteilung der Zertifikate für den Bereich Energiewirtschaft generell auf ein Benchmarksystem umgestellt.

Kohlekraftwerke sollen einen CO2-Ausstoß von 750 Gramm pro Kilowattstunde genehmigt bekommen, Gaskraftwerken sollen 365 Gramm CO2 pro Kilowattstunde zugebilligt werden. KWK-Anlagen bekommen dem Bericht zufolge eine Zuteilung sowohl für die Strom- als auch für die Wärmerzeugung ("doppelte Benchmark").

Die Regelungen sollen bis 2012 gelten und betreffen neue wie bestehende Anlagen gleichermaßen.