In Baden-Württemberg

BMU fördert Projekt zur Nahwärmeversorung mit Solarenergie

Das Wohngebiet mit 259 Wohnungen und zwei Schulen in Crailsheim soll die Hälfte des Gesamtwärmebedarfs mit Solarenergie decken. Das sechs Millionen teure Projekt wird von der Stadt Crailsheim, dem Land Baden-Württemberg, den Stadtwerken Crailsheim und dem Bundesumweltministerium finanziert.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat sich bei einem Besuch in Crailsheim in dieser Woche über den Baufortschritt des bundesweit größten Projektes einer solaren Nahwärmeversorgung informiert. Bis 2008 entsteht auf den Hirtenwiesen ein Wohngebiet mit 259 Wohnungen und zwei Schulen, das mehr als die Hälfte seines gesamten Wärmebedarfs mit Solarenergie decken wird.

"Das Großprojekt Crailsheim ist ein herausragendes Beispiel für die intelligente Verknüpfung von Klimaschutz und Energiepolitik. Beeindruckend ist die technische Innovation, mit der niedrige solare Wärmekosten von unter 19 Cent pro Kilowattstunde erreicht werden", meinte der Bundesumweltminister. Im Bau sind 10.000 Quadratmeter Solarkollektorfläche an einem 900 Meter langen Lärmschutzwall sowie ein 38.000 Kubikmeter großer Langzeitwärmespeicher.

Das Vorhaben mit einer Gesamtinvestitionssumme von über sechs Millionen Euro wird gemeinsam vom Bundesumweltministerium mit 1,9 Millionen Euro, von der Stadt Crailsheim mit 1,4 Millionen Euro, vom Land Baden-Württemberg mit 1,1 Millionen Euro und von den Stadtwerken Crailsheim mit 1,6 Millionen Euro getragen. Die technischen Innovationen in Crailsheim seien so überzeugend, dass das Großprojekt als "Leuchtturmprojekt" im Rahmen der Innovationsinitiative des Bundeskanzlers ausgezeichnet wurde.