Forschungsinitiative RAVE

BMU fördert Offshore-Forschung mit 50 Millionen Euro

Das Bundesumweltministerium stellt 50 Millionen Euro für das Offshore-Testfeld Alpha Ventus in der Nordsee zur Verfügung, Ziel des Projektes ist die Weiterentwicklung der Technologie für den Ausbau der Offshore-Windenergie. Dieses Jahr soll die Errichtung des Offshore-Windparks beginnen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (red) - Umweltstaatsekretär Michael Müller hat den Startschuss für die Forschungsinitiative RAVE (Research at alpha ventus) gegeben. Bei dem Pionierprojekts Alpha Ventus "werden die Grundlagen für die Weiterentwicklung der Windenergienutzung auf See gelegt", sagte Müller.

Das Testfeld Alpha Ventus wird der erste Offshore-Windpark in deutschen Gewässern sein. Noch in diesem Jahr beginnt 45 km nördlich der Nordseeinsel Borkum die Errichtung von insgesamt zwölf Windenergieanlagen der Fünf-Megawattklasse in einer Wassertiefe von 30 Metern. Das Bundesumweltministerium stellt für begleitende Forschung im Testfeld rund 50 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren bereit. 2007 wurden bereits 14 Projekte mit einem Gesamtfördervolumen von mehr als 16 Millionen Euro bewilligt.

Ziel des Offshore-Testfeldes ist es, die Offshore-Tauglichkeit der 5 MW-Anlagen nachzuweisen und die Anlagen weiterzuentwickeln. Zudem spielen weitergehende Untersuchungen z. B. zur Logistik oder Netzanbindung, und ökologische Aspekte eine Rolle. Seit 2001 hat das Umweltministerium die Windenergieforschung mit mehr als 72 Millionen Euro unterstützt. Im letzten Jahr wurden allein im Bereich Windenergie neue Projekte mit einem Fördervolumen von mehr 34 Millionen Euro bewilligt, wie das Ministerium mitteilt.