Ausbau unverzichtbar

BMU: Erdwärme trägt zur sicheren Energieversorgung bei

Vor dem Hintergrund des EU-Ziels, den Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch bis 2020 auf 20 Prozent zu erhöhen, nannte Astrid Klug, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium (BMU), den Ausbau von Erdwärmekraftwerken in Deutschland unverzichtbar.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Nutzung von Erdwärme biete "enorme Potenziale für den Klimaschutz, trägt zur sicheren Energieversorgung bei und schafft Arbeitsplätze", das betonte Klug bei der Eröffnung des europäischen Geothermiekongresses in Unterhaching. In der Geothermie-Branche sei in den nächsten Jahren mit einem größeren Wachstum zu rechnen. Das lasse sich aus der Anzahl der Genehmigungen für Geothermiekraftwerke schließen. Derzeit seien in Deutschland rund 150 solcher Projekte in der Planung, deren Investitionsvolumen auf vier Milliarden Euro geschätzt wird.

Einige dieser Geothermiekraftwerke werden als Demonstrationsvorhaben vom Bundesumweltministerium gefördert. Dazu zählen die Projekte in Unterhaching, Landau, Bruchsal und Groß-Schönebeck. Die Forschungsgelder für Geothermiekraftwerke seien in den vergangenen Jahren deutlich erhöht worden, 2006 seien knapp 14 Millionen Euro vom BMU zur Verfügung gestellt worden.

Zu den größten geothermischen Stromproduzenten gehören Italien, die USA, die Philippinen, Indonesien und Mexiko. In Deutschland steht die Stromgewinnung aus Erdwärme noch am Anfang. Im Wärmebereich ist die Nutzung von geothermischer Wärme bei uns aber bereits eine feste Größe: Rund 2.000 Gigawattstunden Wärme werden aus geothermischen Anlagen jährlich erzeugt. Einen wichtigen Beitrag dazu liefern auch private Haushalte, die Wärmepumpen installiert haben.