"Magazin zum Abschalten"

BMU-Broschüre informiert über Atomausstieg und Energiewende

Das Magazin informiert anlässlich der Stillegung des Atomkraftwerkes Obrigheim über den Atomausstieg sowie die Energiewende von Tschernobyl bis hin zum weltweiten Boom der erneuerbaren Energien. Mit dem Abschalten dieses Atommeilers sei bereits ein Drittel des Atomausstiegs geschafft.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - In Kürze geht der Atommeiler im württembergischen Obrigheim vom Netz. Zu diesem Anlass gibt das Bundesumweltministerium eine Broschüre mit dem Titel "Obrigheim - das Magazin zum Abschalten" heraus. Sie informiert über den Ausstieg aus der Atomkraft und die Energiewende - von Tschernobyl über Obrigheim bis hin zum weltweiten Boom der erneuerbaren Energien. Das Heft erscheint an diesem Wochenende als Beilage zu "Sonntag aktuell" und "Der Tagesspiegel" sowie auf der Homepage des Bundesumweltministeriums.

Mit dem AKW Obrigheim wird in Deutschland bereits der dritte Atommeiler seit 2000 endgültig stillgelegt. Schon mit dem Atomkonsens wurde das Ende des AKW Muelheim-Kaerlich besiegelt, 2003 ging der Reaktor in Stade vorzeitig vom Netz. Gemessen an der im Jahr 2000 mit den Atomkonzernen vereinbarten Reststrommenge, die in den AKW noch produziert werden darf, ist inzwischen bereits ein Drittel des Atomausstiegs geschafft, so das BMU: Von der im Atomkonsens vereinbarten Gesamtstrommenge von rund 2.623 Milliarden Kilowattstunden bleibt noch eine Reststrommenge von rund 1.800 Milliarden Kilowattstunden.

Bundesumweltminister Jürgen Trittin im Vorwort zu der BMU-Broschüre: "Heute ist Deutschland Vorreiter beim weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien, Weltmeister bei Wind- und Sonnenenergie. Das schafft auch viele Arbeitsplätze: Rund 130.000 Arbeitsplätze gibt es bereits in diesem Bereich. Neue Technologien, neue Märkte und neue Chancen für unser Land: Mit Energiewende und Atomausstieg hält die Bundesregierung Kurs in Richtung Zukunft."