Strom, Wärme und Kraftstoffe erzeugen

BMU: Bioraffinerien wichtig bei Klimaschutz und Ressourceneffizienz

Für die Umsetzung der EU-Klimaschutzziele komme "Bioraffinerie-Konzepten eine Schlüsselrolle zu", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller. Solche Systeme seien eine wichtige Technologie auf dem Wege zu mehr Energie- und Ressourceneffizienz.

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Berlin (red) - Weiter steigende Preise für Energie und Rohstoffe werden die Nachfrage nach solchen Technologien "enorm steigen lassen", so der Staatssekretär im Rahmen des Deutschen Bioraffinerie-Kongresses. Deutschland als Chemie- und Technologiestandort habe für die Entwicklung solcher Systeme "die besten Vorraussetzungen".

Der Deutsche Bioraffinerie-Kongress 2007, der gestern nach zweitätigen Beratungen zu Ende ging, sollte "den Startschuss für einen sektorübergreifenden Dialog bilden" und "Weichen für strategische Entscheidungen in Forschung, Entwicklung und Demonstration der Bioraffination" stellen.

Durch die Verwendung von Bioraffinerie-Konzepten könne die Wertschöpfung von nachwachsenden Rohstoffen weiter erhöht werden. Diese Systeme können durch ihre integrierte Form der Produktion von Nahrungsmitteln, Plattformchemikalien, Kraftstoffen, Strom und Wärme alle Teile der Pflanzen verwenden. Dabei wird die Synthesevorleistung der Natur gezielt genutzt. Auch Ressourcen wie Energie und Wasser werden effizienter eingesetzt und Abfälle minimiert.

Nach den Worten des Bevollmächtigten des Landes Brandenburg beim Bund und für Europaangelegenheiten, Staatssekretär Gerd Harms, wird international die Bedeutung von Biomasse ebenso wie die anderer alternativer Energiequellen bei der Versorgung der Menschen mit Materialien, Wirtschaftsgütern, Energie und Wärme zunehmen. Brandenburg habe auf dem jungen Forschungsgebiet bereits "Beachtliches" vorzuweisen, für weitere Fortschritte ist auch die Zusammenarbeit mit der Forschung, Wirtschaft und Politik notwendig.