Blick ins Ausland: Strommarkt Niederlande

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com
Nachdem es niederländischen Politikern nicht gelungen ist, aus den heimischen Stromproduzenten ein großes Unternehmen zu machen, müssen sich die vier großen Regional-Betriebe jetzt jeder für sich den Anforderungen eines freien Strommarktes stellen. Und dieser bedeutet für die niederländischen Energieversorger vor allem eines: einen regelrechten Ausverkauf an internationale Unternehmen. So ging beispielsweise "Una" (zuständig für die Elektrizitätsversorgung im zentralen und nördlichen Teil der Niederlande) für 3,9 Milliarden holländische Gulden an das texanische Unternehmen "Reliant Energy". Das deutsche Großunternehmen "PreussenElektra" kaufte für 2,35 Milliarden Gulden die "EZH", die vor allem für den Strom im Süden des Landes zuständig war. Und der belgische Energieversorger "Electrabel" bekam das größte Stück des niederländischen Kuchens, er sicherte sich für mehr als 5 Milliarden Gulden "Epon". Interessant ist, dass "Electrabel" eine Tochter des belgischen "Tractebel" ist. Dieses Unternehmen wiederum befindet sich im Besitz der französischen "Suez-Gruppe". Damit hat sich "Suez-Lyonnaise des Eaux" in beiden großen Benelux-Ländern die Elektrizitätsproduktion gesichert.


Einem Bericht der Neuen Züricher Zeitung von heute zufolge, sei der Verteilung von Elektrizität und Erdgas gegenwärtig einem rasanten Wandel unterworfen. Die Anzahl der Betriebe hätte sich um 50% auf 23 verringert, davon hielten lediglich drei Unternehmen Marktanteile sowohl bei Strom als auch bei Erdgas.