Umweltzeichen

Blauer Engel für Holzpellet-Feuerungsanlagen

Künftig können auch emissionsarme und energieeffiziente Holzpellet-Feuerungsanlagen mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel" des Umweltbundesamtes versehen werden. Anforderungen u.a.: Rationelle Energienutzung (Wirkungsgrad), niedrige Emissionswerte für Kohlenmonoxid, organische Verbindungen, Staub und Stickoxide.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Ab sofort gib es das Umweltzeichen "Blauer Engel" auch für emissionsarme und energieeffiziente Holzpellet-Feuerungsanlagen. Mit Holzpellets werden regenerative Brennstoffe mit einheitlicher Qualität zu Heizzwecken verwendet. Sie verringern den Einsatz fossiler Energieträger, also Kohle, Gas und Öl - das ist laut Umweltbundesamt ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz.

Holzpellets bestehen ausschließlich aus getrockneten und naturbelassenen Abfällen der holzbearbeitenden Industrie, wie zum Beispiel aus Sägemehl und Hobelspänen. Sie werden ohne Zugabe chemischer Bindemittel unter hohem Druck zylinderförmig zusammengepresst. Die starke Verdichtung ergibt einen hohen Heizwert und ermöglicht den wirtschaftlichen Transport sowie platzsparende Lagerung. Zur Qualitätssicherung wurden Holzpellets genormt. Das sichert - neben der gleichbleibenden Brennstoffqualität - auch den automatischen Betrieb der Feuerungsanlagen.

Der Blaue Engel wird für Holzpellet-Kessel für die Zentralheizung im Leistungsbereich bis 50 Kilowatt und für Holzpellet-Öfen zur Einzelraumheizung bis 15 Kilowatt vergeben. Die Vergabekriterien umfassen unter anderem folgende Anforderungen: rationelle Energienutzung (Wirkungsgrad), niedrige Emissionswerte für Kohlenmonoxid, organische Verbindungen, Staub und Stickoxide. Hinzu kommen eine verbraucherfreundliche Einstell- und Bedienungsanleitung sowie Dienstleistungen des Herstellers. Neben diesen Anforderungen wird auch der so genannte Hilfsstrombedarf geregelt. Das ist der Stromverbrauch von Anlagenteilen (zum Beispiel Motor, Gebläse und Brennstoffförderung) für die Zuendung, den Normalbetrieb und die Betriebsbereitschaft der Heizungen. Er darf bei Nennwärmeleistung ein Prozent der erzeugten thermischen Leistung nicht überschreiten.