400 Megawatt

Blackstone und Windland bauen Offshore-Windpark in der Nordsee

Die US-Investmentgesellschaft Blackstone Group steigt wie erwartet in die Windenergieerzeugung in Deutschland ein. Die Gruppe sei eine Partnerschaft mit der Windland Energieerzeugungs GmbH eingegangen. Geplant seien die Entwicklung und der Bau einer der größten Offshore-Windparks in der Nordsee.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

New York (ddp/sm) - Das mit mehr als einer Milliarde Euro veranschlagte Bauprojekt laufe unter dem Namen "Meerwind" und soll 80 Kilometer vor der deutschen Nordseeküste angesiedelt werden.

Die Windkraftanlage soll 80 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 400 Megawatt umfassen, wie Blackstone schreibt. Alle technischen Kompetenzen und ein Großteil der Baustoffe sollen in Deutschland beschafft werden. Nach Fertigstellung soll die Windkraftanlage jährlich rund 1,6 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugen. Das reiche aus, um 500.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Verglichen mit der Stromerzeugung durch ein Kohlekraftwerk würden dabei etwa 1,4 Millionen Tonnen CO2 vermieden.

Die Berliner Windland Energieerzeugungs GmbH konzentriert sich seit 2000 auf Offshore-Windenergie und den Netzanschluss von der Küste ins deutsche Binnenland. Gründer Falkenhagen verwies darauf, dass der geplante Windpark nicht dem Risiko von Preisschwankungen bei importierten Kraftstoffen oder von Produktionszwängen durch die Begrenzung von Kohlenstoffemissionen ausgesetzt sei. Das Projekt werde zur Sicherung der Stromversorgung in Deutschland beitragen und zudem eine neue Offshore-Industrie in der Nordsee erschließen.