Studie

Bis zu 30 Milliarden Euro für Energiespeicher nötig

Für zusätzliche Energiespeicher müssen laut einer aktuellen Studie allein in Deutschland 25 bis 30 Milliarden Euro investiert werden. Die Speicher seien nötig, um Schwankungen des Stromangebots durch den Ausbau von erneuerbaren Energien zu entgehen, heißt es in dem Beitrag.

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Düsseldorf (dapd/red) - Das berichtet das "Handelsblatt" (Freitagsausgabe) unter Berufung auf eine Studie der Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group (BCG). Weltweit seien sogar Investitionen in Höhe von 280 Milliarden Euro nötig, um künftig mehr Energie speichern zu können.

"Ohne einen deutlichen Zubau von Speichern wird es schwierig, die zunehmenden Schwankungen im Stromangebot aufzufangen", zitiert die Zeitung Studien-Autor Holger Rubel. Derzeit dominierten vor allem Pumpspeicherkraftwerke. Dabei wird Wasser aus Tälern in höher gelegene Regionen gepumpt. Steigt die Nachfrage, wird das Wasser wieder abgelassen und dabei Strom produziert. Neben dem Ausbau dieser Technik werden in der Studie weitere Speichertechniken wie Druckluftanlagen oder Großbatterien genannt.

So plant der Energiekonzern RWE derzeit den Aufbau einer Demonstrationsanlage für die Speicherung von Druckluft in Sachsen-Anhalt. Dabei wird Luft komprimiert und bei einem Überangebot in unterirdische Höhlen gepresst. Bei steigender Nachfrage wird sie abgelassen und betreibt eine Turbine.

Evonik entwickelt derzeit mit Fördermitteln des Bundes eine Mega-Batterie, die im Saarland am Kraftwerksstandort Völklingen eingesetzt werden soll. Nach Konzernangaben handelt es sich um die größte Lithium-Keramik-Batterie der Welt mit einer Leistung von 700 Kilowattstunden.