Energieträger: Holzreste

Biomassekraftwerk in Bischofferode geht ans Netz

Der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus hat heute das neue Biomassekraftwerk der Stadtwerke Leipzig in Bischofferode/Holungen feierlich in Betrieb genommen. Der Versorger investierte 53 Millionen Euro in dieses Kraftwerk, das Arbeitsplätze sichert und 22 Arbeitsplätze vor Ort schafft.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Bischofferode/Leipzig (ddp-lth/sm) - Im nordthüringischen Bischofferode ist am Donnerstag ein neues Biomassekraftwerk ans Netz gegangen. Die Leipziger Stadtwerke investierten in den Bau nach eigenen Angaben knapp 53 Millionen Euro. In der Anlage wird aus Holzresten Strom erzeugt und in das öffentliche Netz eingespeist. Nach fast eineinhalbjähriger Bauzeit finden dort nach Betreiberangaben künftig 22 Menschen Arbeit.

Den Angaben zufolge ist die Anlage in Bischofferode das zweite Kraftwerk, das die Stadtwerke seit ihrer Wiedergründung 1992 errichtet haben. In dem Biomassekraftwerk werde ausschließlich Restholz verbrannt, das bei Baumfällarbeiten oder bei der so genannten Durchforstung in der Region anfalle. Die Anlage habe eine Leistung von 20 Megawatt und liefere jährlich etwa 160 Millionen Kilowattstunden Strom. Damit könnten fast 60 000 Haushalte versorgt werden.

Der so genannte Bruttowirkungsgrad des Kraftwerkes liegt mit 37 Prozent nahezu fünf Prozent höher als bei herkömmlichen Anlagen.